Freitag · 27.01.2012 · 19:16 Uhr · Felix Buß, mak - handball-world.com
Finale! Dänemark weiter auf der Überholspur
Erster Finalist bei der Europameisterschaft in Serbien ist Dänemark: Mit 25:24 (12:10) kämpften die Dänen Spanien nieder und setzten damit ihren Aufwärtstrend der letzten Spiele fort. Es war ein Spiel mit wechselnden Vorteilen zwischen zwei starken Abwehrmannschaften – in dem lange Zeit Spanien dominierte, dann aber den Dänen den Vortritt lassen musste. Am Ende war es ausgerechnet der vorher schwach spielende Mikkel Hansen, der in der Schlussphase Akzente setzen konnte und sein Team zum Sieg warf.
Der Beginn der Partie war verhalten – wie bei einem Halbfinale zu erwarten, wollte kein Team Fehler machen. Die aber gab es im weiteren Verlauf reichlich zu sehen, anfangs mehr von den Dänen. Die taten sich schwer mit der Deckung der Spanier, in der Roberto Garcia weit auf den dänischen Mittelmann heraustrat und zudem Gurbindo oder später Maqueda Mikkel Hansen offensiv attackierten.
So sammelten die Dänen Aussetzer – wie den Abwurf von Niklas Landin in die Hände von Parrondo zum 1:2. Bis zum 3:§ machte das wenig, aber danach marschierte Spanien davon. Raul Entrerrios, die Strafwurfparade von Sierra gegen Christiansen, Iker Romero per Siebenmeter und Morros im Konter stellten auf 3:6. Aber Dänemark hat einen kompetenten Trainer – Ulrik Wilbek holte sein Team zusammen und gab fortan die Parole aus, mit Übergängen die Deckung der Spanier zu knacken.
Das gelang, weil die Dänen nach dem 3:7 (Juan Garcia) diese Übergänge variabel und clever spielten, die offensiven Abwehrspieler der Spanier hinterliefen und zudem die eigene Defensive zulegte. Thomas Mogensen warf zum 6:7 Anschluss ein. Die gefürchteten Konter konnten die Däönen gleichwohl kaum setzen, dazu gab es – noch – zu wenig Ballgewinne. Spanien zeigte immer mehr Schwächen, im Angriff herrschte fortan wenig Bewegung, die Abwehr ließ sich überlaufen. Trotzdem blieben die Iberer noch lange Zeit vorn – erst mit der Einwechselung von Rasmus Lauge kam der Joker der Dänen und wechselte das Momentum.
Der junge Mann spielte mit Herz und Druck, nahm sich gute Würfe und sorgte damit endlich auch für die Gefahr aus der zweiten Reihe. Mehrfach hatte Dänemark nun die Chance zum Ausgleich – verpasste aber, auch, weil Jose Sierra gut parierte. Erst Rene Toft Hansen sorgte beim 10:10 für den Gleichstand. Bitter für Spanien, dass es bis zur Pause gar zwei Tore Rückstand wurden: Erst konterte Lars Christiansen mit Tor und Zeitstrafe Victor Tomas, dann setzte in der Schlusssekunde auch noch Mikkel Hansen einen direkten Freiwurf ins Tor der Spanier. Die waren völlig von der Rolle, hatten eine Vier-Tore-Führung verspielt und all ihre vorher gezeigten Qualitäten vermissen lassen.
In Durchgang zwei startete das spanische Team erst mal mit einem Fehlpass (Sarmiento), diesmal schien dem eigentlichen Favoriten jedwede Konstanz zu fehlen. Gurbindo scheiterte an Landin, während Lauge munter aus zehn Meter einnetzte. Selbst in Überzahl gelang nichts, da warf Raul Entrerrios den Ball unbedrängt ins Aus. Bis auf 17:12 (Rene Toft Hansen) rannten die Dänen davon. Aber auch das Wilbek-Team zeigte Schwächen, zwei Fehlpässe hintereinander brachten Spanier wieder zurück, zudem z7ahlte der junge Lauge Lehrgeld wegen Haltens im Konter saß er auf der Strafbank. Gelegenheit für eine der wenigen zielstrebigen Spanier, Maqueda feuerte zum 17:15 und dann 18:16 ein.
Spanien stellte um, spielte fortan eine offensive 6:0 Abwehr mit einem Positionsverteidiger für Mikkel Hansen – und bereitete den Dänen damit wieder Kopfzerbrechen. Maqueda mit einem Krachrer brachte beim 18:17 den Anschluss, aber der glücklose Garcia scheiterte frei im Gegenstoß an Landin statt das Unentschieden zu erzielen. Das war dann fällig, als der Nachfolger des Linksaußen, Cristian Ugalde, es im Konter zum 19:19 besser machte. Hans Lindberg scheitere in dieser Phase zweimal an Sierra, auch Rene Toft Hansen konnte den spanischen Schlussmann nicht bezwingen.
Eine Führung schaffte Spanien trotzdem nicht. Lauge, Svan Hansen im Konter plus zwei Minuten gegen Maqueda und dann ein Steal von Rene Toft Hansen mit Konter Hansen – es stand 22:19, vielleicht der vorentscheidende Lauf. Ugalde warf Spanien noch auf 23:22, Mogensen scheiterte an Sierra und Raul Entrerrios schaffte das 23:23. Dann hatte Dänemark Glück, ein abgefälschter Wurf von Mikkel Hansen senkte sich über Sierra ins Tor – aber postwendend unterlief dem dänische Star ein Offensivfoul, welches Tomas zum Konter und dem 24:24 nutzte. Die Entscheidung bleib gleichwohl beim dänischen Shooter – Mikkel Hansen warf aus dem eins gegen eins zu 25:24 ein, der letzte Wirf von Ugalde wurde trotz hartem Einsteigen von Svan Hansen nicht gepfiffen, der Ball war weg und der dänische Weg ins Finale frei.
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Der Beginn der Partie war verhalten – wie bei einem Halbfinale zu erwarten, wollte kein Team Fehler machen. Die aber gab es im weiteren Verlauf reichlich zu sehen, anfangs mehr von den Dänen. Die taten sich schwer mit der Deckung der Spanier, in der Roberto Garcia weit auf den dänischen Mittelmann heraustrat und zudem Gurbindo oder später Maqueda Mikkel Hansen offensiv attackierten.
So sammelten die Dänen Aussetzer – wie den Abwurf von Niklas Landin in die Hände von Parrondo zum 1:2. Bis zum 3:§ machte das wenig, aber danach marschierte Spanien davon. Raul Entrerrios, die Strafwurfparade von Sierra gegen Christiansen, Iker Romero per Siebenmeter und Morros im Konter stellten auf 3:6. Aber Dänemark hat einen kompetenten Trainer – Ulrik Wilbek holte sein Team zusammen und gab fortan die Parole aus, mit Übergängen die Deckung der Spanier zu knacken.
Das gelang, weil die Dänen nach dem 3:7 (Juan Garcia) diese Übergänge variabel und clever spielten, die offensiven Abwehrspieler der Spanier hinterliefen und zudem die eigene Defensive zulegte. Thomas Mogensen warf zum 6:7 Anschluss ein. Die gefürchteten Konter konnten die Däönen gleichwohl kaum setzen, dazu gab es – noch – zu wenig Ballgewinne. Spanien zeigte immer mehr Schwächen, im Angriff herrschte fortan wenig Bewegung, die Abwehr ließ sich überlaufen. Trotzdem blieben die Iberer noch lange Zeit vorn – erst mit der Einwechselung von Rasmus Lauge kam der Joker der Dänen und wechselte das Momentum.
Der junge Mann spielte mit Herz und Druck, nahm sich gute Würfe und sorgte damit endlich auch für die Gefahr aus der zweiten Reihe. Mehrfach hatte Dänemark nun die Chance zum Ausgleich – verpasste aber, auch, weil Jose Sierra gut parierte. Erst Rene Toft Hansen sorgte beim 10:10 für den Gleichstand. Bitter für Spanien, dass es bis zur Pause gar zwei Tore Rückstand wurden: Erst konterte Lars Christiansen mit Tor und Zeitstrafe Victor Tomas, dann setzte in der Schlusssekunde auch noch Mikkel Hansen einen direkten Freiwurf ins Tor der Spanier. Die waren völlig von der Rolle, hatten eine Vier-Tore-Führung verspielt und all ihre vorher gezeigten Qualitäten vermissen lassen.
In Durchgang zwei startete das spanische Team erst mal mit einem Fehlpass (Sarmiento), diesmal schien dem eigentlichen Favoriten jedwede Konstanz zu fehlen. Gurbindo scheiterte an Landin, während Lauge munter aus zehn Meter einnetzte. Selbst in Überzahl gelang nichts, da warf Raul Entrerrios den Ball unbedrängt ins Aus. Bis auf 17:12 (Rene Toft Hansen) rannten die Dänen davon. Aber auch das Wilbek-Team zeigte Schwächen, zwei Fehlpässe hintereinander brachten Spanier wieder zurück, zudem z7ahlte der junge Lauge Lehrgeld wegen Haltens im Konter saß er auf der Strafbank. Gelegenheit für eine der wenigen zielstrebigen Spanier, Maqueda feuerte zum 17:15 und dann 18:16 ein.
Spanien stellte um, spielte fortan eine offensive 6:0 Abwehr mit einem Positionsverteidiger für Mikkel Hansen – und bereitete den Dänen damit wieder Kopfzerbrechen. Maqueda mit einem Krachrer brachte beim 18:17 den Anschluss, aber der glücklose Garcia scheiterte frei im Gegenstoß an Landin statt das Unentschieden zu erzielen. Das war dann fällig, als der Nachfolger des Linksaußen, Cristian Ugalde, es im Konter zum 19:19 besser machte. Hans Lindberg scheitere in dieser Phase zweimal an Sierra, auch Rene Toft Hansen konnte den spanischen Schlussmann nicht bezwingen.
Eine Führung schaffte Spanien trotzdem nicht. Lauge, Svan Hansen im Konter plus zwei Minuten gegen Maqueda und dann ein Steal von Rene Toft Hansen mit Konter Hansen – es stand 22:19, vielleicht der vorentscheidende Lauf. Ugalde warf Spanien noch auf 23:22, Mogensen scheiterte an Sierra und Raul Entrerrios schaffte das 23:23. Dann hatte Dänemark Glück, ein abgefälschter Wurf von Mikkel Hansen senkte sich über Sierra ins Tor – aber postwendend unterlief dem dänische Star ein Offensivfoul, welches Tomas zum Konter und dem 24:24 nutzte. Die Entscheidung bleib gleichwohl beim dänischen Shooter – Mikkel Hansen warf aus dem eins gegen eins zu 25:24 ein, der letzte Wirf von Ugalde wurde trotz hartem Einsteigen von Svan Hansen nicht gepfiffen, der Ball war weg und der dänische Weg ins Finale frei.
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