Montag · 09.04.2012 · 18:20 Uhr · Daniel Genings - handball-world.com
U20-EM-Quali: Deutschland als Gruppensieger zur EM - Niederlande belegt Platz 3
Im abschließenden Spiel bei der Qualifikation zur U-20-Europameisterschaft gelang Deutschland im dritten Spiel der dritte Sieg. Gegen Tschechien gewann das Team von Christian Schwarzer mit 35:31 und fährt somit als Gruppensieger zur Endrunde nach Ankara. Für die ebenfalls qualifizierten Tschechen war es die erste Niederlage beim Turnier. Zuvor setzen sich die Niederlande gegen die Ukraine mit 26:23 durch und sicherten sich somit den 3. Rang beim Qualifikationsturnier in Krefeld.
Am frühen Ostermontag traf im ersten Spiel des letzten Qualifikationstages die Niederlande auf die Ukraine. Trotz des bedeutungslosen Spiels, da beide Teams keine Chance mehr auf das Erreichen der Endrunde hatten, sahen die etwa 1000 Zuschauer ein engagiertes Auftreten beider Teams. Holland legte vor und lag beim 8:5 durch Jorn Smits in der 16.Minute zum ersten Mal mit drei Toren in Front. Die Ukraine musste schon nach einer Viertelstunde die rote Karte gegen Oleksandr Kovbar hinnehmen und konnte bis zur Pause nicht verkürzen. Mit 15:10 für die Niederlande ging es in die Kabinen.
Über weiter Strecken der zweiten Halbzeit behielten die Niederlande den Vorsprung sicher, erst knapp zehn Minuten vor Ende bekam die Ukraine die zweite Luft und konnte in der 51. Minute den 20:21-Anschlusstreffer erzielen. Auch die Auszeit der Niederländer konnte den Ausgleich nicht verhindern, nur zwei Minuten später kam es zum 21:21. Doch die Aufholjagd der Ukraine kostete Kraft und nach 60 Minuten gewannen die Niederlande völlig verdient mit 26:23 Erfolg. Die Niederlande belegen somit vor der Ukraine den dritten Platz, das Team aus der Ukraine wurde Vierter, beide Teams werden aber nicht an der EM-Endrunde teilnehmen.
Im zweiten Spiel des Tages spielten Deutschland und Tschechien um den Gruppensieg in ihrer EM-Qualifikationsgruppe. Der Gast aus Tschechien konnte gleich zu Beginn mit 2:0 in Führung gehen, zeigte sich gewillt, Deutschland vor heimischer Kulisse besiegen zu wollen. Die Anfangsviertelstunde gehörte den Gästen, immer wieder kamen sie zu einfachen Treffern aus dem Rückraum. Im Angriff vergab Deutschland zu Beginn mehrmals, doch Felix Storbeck im Tor bewahrte die Mannschaft von Christian Schwarzer vor einem höheren Rückstand. Mit fortlaufender Spieldauer kam Deutschland dann aber besser ins Spiel.
Alexander Feld und Julius Kühn sorgten mit ihren beiden Treffern für den ersten Ausgleich der Partie (8:8, 14. Minute). Das 10:9 zwei Minuten später bedeutete die erste Führung für Deutschland. Kein Team konnte sich in Folge absetzen, das Spiel war ausgeglichen, mal legte das Team von Christian Schwarzer vor, mal die Mannschaft von Jaroslav Hudecek. Auch nach dem 15:13 durch Patrick Zieker, der einen Strafwurf sicher verwandelte, konnte sich Deutschland nicht weiter absetzen. Nach den ersten dreißig Minuten stand es 17:16 aus deutscher Sicht, Tschechien gelang der Anschluss noch nach dem Pausenpfiff. David Krahulec traf per Siebenmeter zum Pausenstand.
Nach Wiederanpfiff dauerte es ganze drei Minuten, bis der erste Treffer fiel. Und dieser war das 17:17 durch Tomas Babak, Tschechien glich aus und kam sogar zur 18:17-Führung. Doch unterstützt von den 2105 Zuschauern in der Glockenspitzhalle in Krefeld ließ Deutschland sich nicht aus der Ruhe bringen. Drei Treffer in Folge, dadurch zwei per Tempogegenstoß, Deutschland lag in der 40. Minute mit 23:19 in Front, doch eine Vorentscheidung war dies nicht. Ganz im Gegenteil, das Gastgeberland musste wenige Minuten später in doppelter Unterzahl agieren. Dies gab Tschechien die Möglichkeit, zurück ins Spiel zu finden.
Zunächst gelang es nicht, näher als auf zwei Treffer heranzukommen, doch beim 27:26 (48. Minute) und beim 28:27 (51.) lag der Gast aus dem Osten Europas in Schlagdistanz. Der Ausgleich fiel aber nicht. Deutschland hatte in Person von Jan Forstbauer und Philipp Weber immer die passenden Antworten parat. Beide erzielten wichtige Treffer in den entscheidenden Momenten. Der Anschluss zum 28:29 aus tschechischer Sicht sollte das letzte Aufbäumen des klasse spielenden Teams sein. Danach übernahm Deutschland endgültig das Zepter und kam am Ende auf einen 35:30-Erfolg und qualifizierte sich damit als Gruppenerster für die Europameisterschaft in der Türkei. Tschechien ist als Gruppenzweiter ebenfalls bei der Endrunde im Sommer dabei.
„Ich möchte mich erneut beim Gegner für dieses hervorragende Spiel bedanken“, lobte DHB-Trainer Christian Schwarzer Tschechien. „Wir haben beim Turnier zweieinhalb gute Spiele gezeigt. Vielen Dank noch einmal für die erneut tolle Unterstützung der Zuschauer“, fand der Coach auch lobende Worte für die Fanunterstützung. An allen drei Turniertagen kamen mehr als 1500 Zuschauer zu den Spielen, am Ostermontag sogar mehr als 2000. Zahlen, die nicht nur den Veranstalter gefreut haben dürften.
Die unmittelbare Vorbereitung bestreitet die Junioren-Nationalmannschaft mit einem Lehrgang, gefolgt von einem Turnier in der Schweiz. „In der Türkei haben wir noch etwas Größeres vor“, ließ sich „Blacky“ Schwarzer als Abschlusssatz beim Quali-Turnier in Krefeld entlocken.
Deutschland - Tschechien 35 : 31 (17:16)
Deutschland:
Storbeck, Semisch
Zieker (7/3), Weber (2), Feld (6), Durak (1), Wiede (5), Kühn (5), Backhaus (3), Forstbauer (5), Dahlhaus, Schmidt (1), Hansen, Torbrügge, Lemke, Niemeyer
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Am frühen Ostermontag traf im ersten Spiel des letzten Qualifikationstages die Niederlande auf die Ukraine. Trotz des bedeutungslosen Spiels, da beide Teams keine Chance mehr auf das Erreichen der Endrunde hatten, sahen die etwa 1000 Zuschauer ein engagiertes Auftreten beider Teams. Holland legte vor und lag beim 8:5 durch Jorn Smits in der 16.Minute zum ersten Mal mit drei Toren in Front. Die Ukraine musste schon nach einer Viertelstunde die rote Karte gegen Oleksandr Kovbar hinnehmen und konnte bis zur Pause nicht verkürzen. Mit 15:10 für die Niederlande ging es in die Kabinen.
Über weiter Strecken der zweiten Halbzeit behielten die Niederlande den Vorsprung sicher, erst knapp zehn Minuten vor Ende bekam die Ukraine die zweite Luft und konnte in der 51. Minute den 20:21-Anschlusstreffer erzielen. Auch die Auszeit der Niederländer konnte den Ausgleich nicht verhindern, nur zwei Minuten später kam es zum 21:21. Doch die Aufholjagd der Ukraine kostete Kraft und nach 60 Minuten gewannen die Niederlande völlig verdient mit 26:23 Erfolg. Die Niederlande belegen somit vor der Ukraine den dritten Platz, das Team aus der Ukraine wurde Vierter, beide Teams werden aber nicht an der EM-Endrunde teilnehmen.
Im zweiten Spiel des Tages spielten Deutschland und Tschechien um den Gruppensieg in ihrer EM-Qualifikationsgruppe. Der Gast aus Tschechien konnte gleich zu Beginn mit 2:0 in Führung gehen, zeigte sich gewillt, Deutschland vor heimischer Kulisse besiegen zu wollen. Die Anfangsviertelstunde gehörte den Gästen, immer wieder kamen sie zu einfachen Treffern aus dem Rückraum. Im Angriff vergab Deutschland zu Beginn mehrmals, doch Felix Storbeck im Tor bewahrte die Mannschaft von Christian Schwarzer vor einem höheren Rückstand. Mit fortlaufender Spieldauer kam Deutschland dann aber besser ins Spiel.
Alexander Feld und Julius Kühn sorgten mit ihren beiden Treffern für den ersten Ausgleich der Partie (8:8, 14. Minute). Das 10:9 zwei Minuten später bedeutete die erste Führung für Deutschland. Kein Team konnte sich in Folge absetzen, das Spiel war ausgeglichen, mal legte das Team von Christian Schwarzer vor, mal die Mannschaft von Jaroslav Hudecek. Auch nach dem 15:13 durch Patrick Zieker, der einen Strafwurf sicher verwandelte, konnte sich Deutschland nicht weiter absetzen. Nach den ersten dreißig Minuten stand es 17:16 aus deutscher Sicht, Tschechien gelang der Anschluss noch nach dem Pausenpfiff. David Krahulec traf per Siebenmeter zum Pausenstand.
Nach Wiederanpfiff dauerte es ganze drei Minuten, bis der erste Treffer fiel. Und dieser war das 17:17 durch Tomas Babak, Tschechien glich aus und kam sogar zur 18:17-Führung. Doch unterstützt von den 2105 Zuschauern in der Glockenspitzhalle in Krefeld ließ Deutschland sich nicht aus der Ruhe bringen. Drei Treffer in Folge, dadurch zwei per Tempogegenstoß, Deutschland lag in der 40. Minute mit 23:19 in Front, doch eine Vorentscheidung war dies nicht. Ganz im Gegenteil, das Gastgeberland musste wenige Minuten später in doppelter Unterzahl agieren. Dies gab Tschechien die Möglichkeit, zurück ins Spiel zu finden.
Zunächst gelang es nicht, näher als auf zwei Treffer heranzukommen, doch beim 27:26 (48. Minute) und beim 28:27 (51.) lag der Gast aus dem Osten Europas in Schlagdistanz. Der Ausgleich fiel aber nicht. Deutschland hatte in Person von Jan Forstbauer und Philipp Weber immer die passenden Antworten parat. Beide erzielten wichtige Treffer in den entscheidenden Momenten. Der Anschluss zum 28:29 aus tschechischer Sicht sollte das letzte Aufbäumen des klasse spielenden Teams sein. Danach übernahm Deutschland endgültig das Zepter und kam am Ende auf einen 35:30-Erfolg und qualifizierte sich damit als Gruppenerster für die Europameisterschaft in der Türkei. Tschechien ist als Gruppenzweiter ebenfalls bei der Endrunde im Sommer dabei.
„Ich möchte mich erneut beim Gegner für dieses hervorragende Spiel bedanken“, lobte DHB-Trainer Christian Schwarzer Tschechien. „Wir haben beim Turnier zweieinhalb gute Spiele gezeigt. Vielen Dank noch einmal für die erneut tolle Unterstützung der Zuschauer“, fand der Coach auch lobende Worte für die Fanunterstützung. An allen drei Turniertagen kamen mehr als 1500 Zuschauer zu den Spielen, am Ostermontag sogar mehr als 2000. Zahlen, die nicht nur den Veranstalter gefreut haben dürften.
Die unmittelbare Vorbereitung bestreitet die Junioren-Nationalmannschaft mit einem Lehrgang, gefolgt von einem Turnier in der Schweiz. „In der Türkei haben wir noch etwas Größeres vor“, ließ sich „Blacky“ Schwarzer als Abschlusssatz beim Quali-Turnier in Krefeld entlocken.
Deutschland - Tschechien 35 : 31 (17:16)
Deutschland:
Storbeck, Semisch
Zieker (7/3), Weber (2), Feld (6), Durak (1), Wiede (5), Kühn (5), Backhaus (3), Forstbauer (5), Dahlhaus, Schmidt (1), Hansen, Torbrügge, Lemke, Niemeyer
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