redsport
RSS-Feed
facebook
twitter
IG Handball
Handball im Fernsehen
Handball-Ecke
Shop
Erima


Samstag · 04.02.2012 · 16:32 Uhr · dpa

Buxtehude nimmt Revanche und schaltet Titelverteidiger Thüringer HC aus


Die Buxtehuder Deckung stand sicher - hier gegen Danick Snelder
Foto: Mario Gentzel
Die Handballerinnen des Thüringer HC müssen ihr erstes Saisonziel ad acta legen. Der deutsche Meister und Pokalsieger ist am Samstag im Achtelfinale des DHB-Pokals gegen den Buxtehuder SV ausgeschieden. In der Neuauflage des letztjährigen Finales zog die Mannschaft von Trainer Herbert Müller in der heimischen Salza-Halle deutlich mit 28:37 (12:16) den kürzeren. Für den Gastgeber war Nadja Nadgornaja mit sieben Toren am erfolgreichsten. Beim BSV zeigte sich Isabell Klein (8/1) am treffsichersten.

Beide Teams trafen bereits zum zweiten Mal in einer Woche aufeinander, in der Liga hatte sich der Thüringer HC mit 32:24 durchgesetzt und ging so als klarer Favorit in den zweiten Vergleich. Herbert Müller konnte mit Melinda Anamaria Geiger sogar noch einen Neuzugang aufbieten, beim Gast aus Buxtehude fiel unterdessen Jana Stapelfeldt aus, für die Melissa Luschnat nachrückte. Bereits beim ersten Angriff des THC war aber zu bemerken, dass dieser am heutigen Tag auf eine offensivere und dynamische Abwehr treffen würde. Auf der Gegenseite lief es in der Buxtehuder Offensive zunächst aber auch nicht flüssig, bis in die fünfte Minute mussten die Fans auf den ersten Treffer warten.

Per Strafwurf hatte Katrin Engel die Gastgeberinnen in Führung geworfen und danach schien der THC seiner Favoritenrolle gerecht zu werden, auch dank einiger Gegenstoßtreffer fielen die Tore nun mit wesentlich höherem Tak, in der neunten Spielminute hieß es 5:2 für den THC und Dirk Leun griff zur Grünen Karte. In der Auszeit schien er erfolgreich auf die Marschroute hingewiesen zu haben, mit der der Buxtehuder SV das Tempospiel der Gastgeberinnen unterbinden wollte. Im gebundenen Angriff hatte der THC weiterhin Probleme mit der aufmerksamen Deckung des BSV, die den Grundstein legte, dass nach dem 5:5 von Langkeit in der zwölften Minute wieder ein Unentschieden auf der Anzeigetafel stand.

Der Thüringer HC legte zunächst weiter vor, beim 9:7 durch Nadgornaja führte das Team von Herbert Müller sogar wieder mit zwei Toren - auch weil Buxtehude eine Überzahl nicht nutzte. Dann musste BSV-Torhüterin Jana Krause auf die Bank, doch nun verpasste es der THC die numerische Überlegenheit auf dem Parkett auszunutzen - Buxtehude hielt den Anschluss und glich wenig später durch Josephine Techert beim 10:10 wieder aus. Lamein legte den ersten Führungstreffer der Gäste nach und diese ließen sich jetzt auch von einer Auszeit Müllers nicht mehr ausbremsen: Während der THC einige klare Chancen vergab und mit den Fehlern in der Offensive haderte, setzte sich Buxtehude ab. beim 15:11 waren es erstmals vier Tore und mit diesem Abstand ging es beim 16:12 auch in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel setzte Isabell Klein mit einem Schlagwurf gleich ein entsprechendes Zeichen, der Vorsprung war auf fünf Tore angewachsen. Der Thüringer HC mühte sich, hielt den Abstand bis zum 23:19 in der vierzigsten Minute zumindest konstant. Doch Buxtehude trumpfte nun mit spielerischer Sicherheit auf, die Offensive war nicht mehr zu stoppen: Vor allem die Rechtsaußenposition wurde immer wieder gesucht und Friedrike Lütz bedankte sich mit sehenswerten Treffern. Die nächsten beiden Treffer gingen aber auf das Konto von Lamein und Langkeit, die auf 24:19 erhöhten und als Isabell Klein eine Viertelstunde vor Spielende für das 27:20 sorgte, schien die Vorentscheidung gefallen zu sein.

Der THC versuchte es mit einigen Wechseln, personellen und auch taktischen - der Buxtehuder SV hatte allerdings weiterhin immer die passende Antwort parat. In der Offensive wurde vieles zu Stückwerk, hinzu kam eine hohe Fehlerzahl und so geriet die Führung des BSV nicht mehr in Gefahr. Mit der deutlichen Führung im Rücken spielte der Gast weiterhin groß auf, hielt die spielerische Linie bis in die letzte Minute und baute den Abstand so sogar noch weiter aus. Langkeit sorgte am Ende für den 37:28-Endstand - passend zum Spielverlauf ein Kempatreffer als Krönung auf eine herausragende Leistung.

Stimmen zum Spiel:

Herbert Müller (THC):
Alle Dinge, die vorige Woche für uns optimal gelaufen sind, sind es diesmal nicht. Wenn man 37 Tore im Spiel bekommt, spricht das Bände. Wir sind in der Abwehr in keinen einzigen Zweikampf gekommen, konnten kein einziges Mal unterbinden. Damit haben wir Buxte viele einfache Tore gestattet. Wir haben zusätzlich noch vorne die technischen Fehler gemacht - und fast jeder Abpraller landete heute beim Gegner. Mit viel Biss hat sich Buxtehude diese Bälle gesichert und damit auch in dieser Höhe verdient gewonnen. Ich kann nur gratulieren und wünsche jetzt dem Team auch den Pokalsieg.

Dirk Leun (BSV):
Die Mannschaft hat umgesetzt, was wir die Woche über besprochen haben, dass wir Lehren gezogen haben aus der Niederlage letzte Woche hier. Ich kann meiner Mannschaft nur ein Riesenkompliment machen - sie hat hier heute fantastisch gespielt. Es ist uns gelungen die größte Stärke von Thüringen, das Tempospiel zu unterbinden, was uns letzte Woche in keiner Weise gelungen ist. Mein Team hat heute gespielt wie ein Champion und darauf bin ich sehr stolz.


Handballecke.de Diskutieren Sie direkt im Forum mit!