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02/08/2010 - dpa |
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Staatsanwalt klagt Schwenker und Serdarusic an |
 Uwe Schwenker Photo: Christian Ciemalla |
Die Kieler Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen den ehemaligen Geschäftsführer des THW Kiel, Uwe Schwenker, sowie den Ex-Trainer Zvonimir Serdarusic offiziell abgeschlossen und gegen beide Anklage vor dem Landgericht erhoben. Wie die Behörde am Montag mitteilte, wird ihnen zur Last gelegt, im Zusammenhang mit dem Champions League-Finalrückspiel 2007 gegen die SG Flensburg-Handewitt den polnischen Schiedsrichtern einen höheren fünfstelligen Geldbetrag durch einen kroatischen Mittelsmann "zugewendet zu haben".
Wäre der Europäischen Handballföderation (EHF) die Geldzuwendung
an die Unparteiischen bekanntgewesen, hätte sie das Endspiel mit
anderen Referees neu angesetzt oder annulliert, heißt es in der
Mitteilung. Folglich wäre die Siegprämie in Höhe von 320.000 Euro
nicht an den siegreichen Kieler Bundesligisten ausgezahlt worden.
Zudem sei die Chance der Flensburger, ein neu angesetztes Spiel und
den Titel zu gewinnen, vereitelt worden. Darin sieht die
Staatsanwaltschaft einen gemeinschaftlichen Betrug zum Nachteil der
EHF und der SG, zugleich eine Untreue von Schwenker zum Nachteil des
THW sowie eine Beihilfe dazu durch Serdarusic.
Zugleich klagt die Staatsanwaltschaft Schwenker an, die THW-Bilanz
für das Kalenderjahr 2008 unrichtig erstellt zu haben. Zudem wird dem
Ex-Manager vorgeworfen, unter Mitwirkung von Serdarusic weitere
Untreuehandlungen zum Nachteil des THW durch Entnahmen von insgesamt 60.000 Euro begangen zu haben.
Stichhaltige Beweise für Manipulationen der Champions-League-
Spiele des THW am 6. April gegen Barcelona und am 11. Mai 2008 gegen
BM Ciudad Real hätten die Ermittlungen nicht erbracht. Das Verfahren
gegen die weiteren Beschuldigten (den kroatischen Mittelsmann, die
polnischen Schiedsrichter sowie gegen den früheren Buchhalter des
THW) sei aus «prozessökonomischen Gründen» abgetrennt worden.
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