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03/11/2010 - Christian Ciemalla - handball-world.com |
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Löwen mit einem ungefährdeten Sieg gegen Melsungen |
 Uwe Gensheimer traf erneut zweistellig, 10/5 Treffer standen bei ihm zu Buche Photo: Michael Heuberger |
Angeführt von einem erneut mit zweistelliger Trefferanzahl aufwartenden Uwe Gensheimer fuhren die Rhein-Neckar Löwen einen ungefährdeten Sieg gegen Melsungen ein. Bis zum 5:5 hielten die Gäste mit, bereits zum Seitenwechsel hatten sich die Hausherren dann aber auf 19:11 abgesetzt. Dieser Vorsprung geriet im zweiten Abschnitt nicht mehr in Gefahr, wuchs sogar in den zweistelligen Bereich. Am Ende hieß es auch in der Höhe verdient 35:26 für die Löwen, die durch den fünfzehnten Saisonsieg den fünften Tabellenplatz festigten. Melsungen, das im sechsfach erfolgreichen Jens Schöngarth seinen besten Werfer hatte, verbleibt nach der Niederlage auf dem zwölften Rang.
Die Rhein-Neckar Löwen mussten personell ein wenig umstellen, denn nach seiner Roten Karte aufgrund eines taktischen Fouls in den Schlußsekunden der Partie gegen den TV Großwallstadt musste Olafur Stefansson pausieren, dafür stand Grzegorz Tkaczyk nach seinem Comeback in der Champions League nun auch vor seinem ersten Saisoneinsatz in der Liga. Der Pole hatte sieben Monate wegen einer Knieverletzung gefehlt. Eine Pause gab es zudem für Oliver Roggisch, der hinter der Bank Platz nahm, für ihn bildete Prieto gemeinsam mit Nikola Manojlovic den Innenblock. Prieto zeigte dabei weiterhin aufsteigende Form und war einer der auffälligsten Akteure im ersten Abschnitt, auch wenn sein erster Wurf nicht den Weg in das Tor der Gäste aus Melsungen fand.
Zunächst hatte Vladica Stojanovic die Gäste in Front geworfen, es sollte ihre einzige Führung an diesem Abend bleiben. Müller, Bielecki und Groetzki sorgten für das 3:1 - dabei hatten die Hausherren durch Gensheimer und Gudjonsson sogar zwei Strafwürfe gegen Kelentric in den Anfangsminuten vergeben. Das Spiel der Löwen benötigte einige Minuten um auf Touren zu kommen, Nenad Vuckovic konnte in der elften Minute noch einmal zum 5:5 ausgleichen. "Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt, das war entscheidend. Vor allem haben wir in der Deckung sehr diszipliniert gearbeitet und Melsungen unter Druck gesetzt", sollte Ola Lindgren aufgrund der weiteren zwanzig Minuten dennoch am Ende ein positives Fazit über den ersten Abschnitt ziehen.
Die Löwen übernahmen das Kommando, standen sicher in der Deckung, hatten einen starken Henning Fritz zwischen den Pfosten und fuhren immer wieder vermeintlich einfache Treffer im Gegenstoß ein. Im Positionsangriff spielten die Löwen ihre Angriffe zudem zumeist konzentriert aus, warteten auf die sich bietende Chance und hatten das Heft nach einer Viertelstunde fest in der Hand. Tor um Tor wuchs der Abstand dabei an: 7:5, 11:6 und 15:8 hießen die Zwischenstände. Auch eine frühe Melsunger Auszeit nach sechzehn Minuten hatte den Lauf der Löwen nicht gestört, die zum Seitenwechsel nach einem Harbok-Treffer verdient mit 19:11 in Führung lagen.
Die Trümpfe lagen eindeutig in den Händen der Gastgeber, die vor allem auch variabler spielten, während bei Melsungen viel Last auf den Schultern von Vladica Stojanovic lastete. Vier Treffer gelangen dem Spielmacher im ersten Abschnitt, hinzu kamen zahlreiche gute Vorbereitungen, zudem sorgte Jens Schöngarth für Torgefahr. Allerdings war dies zu wenig gegen gut sortierte Löwen. Wie im ersten Abschnitt starteten die Hausherren auch in die zweite Halbzeit eher gemächlich, ein Doppelschlag der Melsunger zum 20:14 weckte die Hausherren dann aber. Fritz parierte einen Strafwurf und in der Offensive setzten die Gastgeber nun selbst zwei Treffer - beim 22:14 war der Acht-Tore-Abstand aus der Pause wiederhergestellt.
Die Löwen gaben sich damit aber keineswegs zufrieden, Patrick Groetzki schob den Abstand mit seinem Treffer zum 28:18 dann erstmals in den zweistelligen Bereich und der heute über sechzig Minuten spielende Michael Müller legte noch ein weiteren Treffer nach. Melsungen nahm eine Auszeit, schaltete auf Schadensbegrenzung um - und zwar erfolgreich: Klitgaard, Schöngarth, Tellander und wieder Klitgaard - vier Treffer in Folge gelangen Melsungen in nicht einmal zwei Minuten und ließen Ola Lindgren nun seinerseits zur Grünen Karte greifen. Der Trainer der Löwen hatte wenige Minuten zuvor für Standing Ovations gesorgt, als er Grzegorz Tkaczyk einwechselte, der nach siebenmonatiger Pause seine Saisonpremiere in der Liga gab. Die Löwen schalteten wieder einen Gang hoch, schoben die Distanz beim 33:22 wieder in den zweistelligen Bereich, "begnügten" sich am Ende aber mit einem 35:26.
"Ich bin froh, dass wir eine überzeugende Vorstellung geboten haben. Wir haben in der vergangenen Woche im Training konzentriert gearbeitet und haben darauf hingezielt, die Angriffe nicht mehr überhastet abzuschließen. Ich denke, dass haben wir ganz gut umgesetzt", freute sich Michael Müller auf der Homepage der Rhein-Neckar Löwen. Lindgren, der die erste Halbzeit für "gut" befand hatte, war auch mit dem zweiten Abschnitt zufrieden: "Das ist schwierig, immer am oberen Level zu spielen", so der Trainer der Löwen zu den kürzeren Schwächephasen der ansonsten souverän aufspielenden Löwen.
"Der Gegner hat gesehen, dass wir aufgrund unserer Ausfälle nicht so viele Möglichkeiten haben und er hat uns folgerichtig stark unter Druck gesetzt. Dem konnten wir in der Anfangsphase noch standhalten - auch deshalb, weil Mario Kelentric sehr gut gehalten hat", so Ryan Zinglersen. "Dann aber verloren wir zusehends die Konzentration und schafften es auch zu selten, das Spiel der Löwen zu unterbrechen. Die haben uns mit ihrer sehr guten ersten und zweiten Welle dann förmlich überrollt. Als der Druck gegen Ende nachgelassen hat, konnten wir noch einmal etwas Boden gut machen. Einschließlich des Sparkassen-Cups haben wir heute zum vierten Mal in dieser Saison gegeneinander gespielt und es war unser schwächstes Spiel. Gefallen hat mir aber das Bemühen von Jens Schöngarth. Er hat sechs Tore bei vier Fehlversuchen erzielt und noch einige Male gut den Kreis angespielt - er hat seine Chance genutzt", so Zinglersen weiter.
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| Scorers: Gensheimer (10), Groetzki (6), Müller (6), Klimowets (5), Bielecki (4), Harbok (1), Myrhol (1), Prieto Martos (1), Gudjonsson (1) - Schöngarth (6), Stojanovic (4), Klitgaard (4), Vuckovic (3), Tellander (2), Vasilakis (2), Danner (2), Brouko (1), Karipidis (1), Tzimourtos (1) |
7m: 5/7 - 1/2 2-Minute Penalties: 3/3
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