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03/12/2010 - Björn Seipp - PM HSG Wetzlar / PM Frisch Auf Göppingen / red |
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Aufs Glatteis gegangen: Wetzlar bereitet sich ganz speziell auf Göppingen vor |
Mit einer ungewöhnlichen Trainingsmaßnahme hatte der Trainer der HSG Wetzlar, Michael Roth, auf die zuletzt schwachen Leistungen seiner Mannschaft unter der Woche reagiert und die Timo Salzer & Co. zum Eishocktraining bestellt. In der gemeinsamen Übungseinheit mit den Oberliga-Kufencracks des EC Bad Nauheim sollten gleich mehrere Faktoren gefördert werden, so Roth. „"Na klar war das eine Zusatzeinheit und sollte jedem Spaß machen, aber sie soll uns auch helfen in den kommenden Spielen den Zusammenhalt, das Gemeinschaftsgefühl und die Härte und Konsequenz im Zweikampf zurückzubringen."
Auf ungewohntem Terrain der traditionsreichen Eissporthalle taten sich die Wetzlarer Profis noch schwer, auf dem Handball-Parkett in Göppingen soll sich das schon am Wochenende ändern. Parallelen und gewisse Gemeinsamkeiten
mit dem Eishockeysport, die Roth erkannt haben will, sollen zudem Pluspunkte für das schwere Spiel beim Wetzlarer Ex-Trainer Velimir Petkovic bringen. Das raue, robuste aber faire Spiel der Eishockey-Cracks und die taktischen Spielchen im Zwei-gegen-zwei oder Vier-gegen-drei, all das will Roth mit nach Göppingen nehmen. "So etwas wie in den beiden letzten Spielen gegen Lemgo und Flensburg, dass wir schon von Beginn an überhaupt keine Chance mehr hatten, das darf uns einfach nicht mehr passieren." Mitspielen und dagegen halten gegen die großen und stämmigen Kerle von FAG, das Spiel mitgestalten und sich mit Kraft und Leidenschaft dagegen stemmen, dies alles sind Charakterzüge, die er von seiner Mannschaft nun erwartet.
"Na klar sind wir wie auch zuletzt klarer Außenseiter, wir spielen gegen den aktuellen Vierten der Liga. Göppingen hat bis dato eine sensationelle Saison gespielt", bringt Roth die Situation auf den Punkt. "Nichtsdestotrotz, wir müssen dagegen halten, uns wehren und egal wie das Ergebnis lautet, wir müssen mit einem guten Gefühl und Selbstvertrauen nach Hause fahren", ist ihm dabei die Auswirkung dieser Partie fürs kommende Heimspiel gegen den SC Magdeburg mehr als bewusst. Mit dem Ex-Wetzlarer Lars Kaufmann und dem Nationalspieler Michael Haaß verstärkt, mauserten sich die Schwaben aus Göppingen still und leise in die Spitzengruppe der Liga. Die Stärken sind dabei recht vielseitig. Ob der starke Tahirovic im Tor, die anmutige Rückraumreihe mit Thiede, Jurca, Kaufmann, Haaß, Horak oder Mvraljevic oder die zweikampfstarken und schnellen Oprea, Späth, Häfner und Kneule - das Team von Trainer Petkovic hat zweifelsohne Qualität.
Die HSG Wetzlar beim Eishockey-Training
Foto: Foto-Storch
Frisch Auf! hat sich durch zuletzt drei Siege in Serie eine gute Ausgangsposition für den Rest der Saison geschaffen. Kurzfristig möchten die Grün-Weißen den vierten Tabellenplatz verteidigen und sich bei ihren Fans mit einer guten Leistung im Heimspiel gegen Wetzlar für die außergewöhnlich tolle und lautstarke Unterstützung beim Auswärtsspiel in Düsseldorf bedanken. Einher geht damit natürlich die Absicht von Trainer Velimir Petkovic, die Form der Mannschaft weiter zu steigern. Dass der angestrebte Heimsieg allerdings kein Selbstläufer ist, zeigt ein Blick auf die letzten Spiele der Hessen. Zwar hagelte es zuletzt zum Teil hohe Niederlagen, darunter war aber auch ein Auswärtsspiel in Gummersbach, das die HSG mit einer guten Mannschaftsleistung bis kurz vor Ende offen gestalten konnte. Vorsicht ist also wie immer geboten. Velimir Petkovic kann dabei nach den Eindrücken des Trainings auf alle 14 Spieler zurückgreifen, nachdem Michael Haaß unter der Woche kurz wegen einer Erkältung gefehlt hat und Drasko Mrvaljevic seine Zerrung wohl endgültig überwunden hat.
HSG-Trainer Michael Roth erwartet etwas von seinen Jungs. Seine Worte "Wir müssen konzentriert auftreten und dürfen auf gar keinen Fall ins offene Messer laufen. Um das zu erreichen brauchen wir insbesondere eine sehr gute Deckungsleistung und starke Torhüter" mögen auf den ersten Blick platt und allgemein klingen, doch zu sehr fehlten diese Qualitäten den Grün-Weißen zuletzt eklatant. Bleibt zu hoffen, dass seine Spieler dies auch so sehen und endlich Biss und Leidenschaft zeigen, dann werden sie auch den letzten Satz ihres Trainers sicher verstehen und wissen, wie viel er von ihnen für den Rest der Saison erwartet. "Wir müssen Gemeinsamkeit entwickeln!"
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| Scorers: Schöne (7), Späth (6), Haaß (4), Oprea (3), Kaufmann (3), Mrvaljevic (3), Schweikardt (2), Kneule (1), Thiede (1), Landsberg (1) - Schmidt (7), Schneider (4), Valo (4), Mraz (3), Weber (2), Jungwirth (2), Allendorf (1), Salzer (1) |
7m: 4/6 - 5/5 2-Minute Penalties: 1/3
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