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Season 2009-2010 | 23.Matchday | 03/13/2010, 19:00
LogoVfL Gummersbach - HBW Balingen-W.Logo
   
Eugen-Haas-Sporthalle Gummersbach
Referee: Matthias Brauer, Kay Holm
03/12/2010 - PM Vereine
"Kampf annehmen": Gummersbach empfängt HBW

Fährt mit zum VfL: Felix König
Photo: Michael Heuberger
Der VfL Gummersbach empfängt am Samstag den HBW Balingen-Weilstetten in der Gummersbacher Eugen-Haas-Halle. Nach dem Heimspiel gegen den Meister und Pokalsieger THW Kiel, kommt mit Balingen-Weilstetten eine vermeintlich leichtere Aufgabe auf den VfL zu, der dem Gegner allerdings mit großem Respekt begegnet. Trainer Sead Hasanefendic erklärt: „Balingen-Weilstetten ist ein unbequemer Gegner. Sie sind zwar in die untere Region der Tabelle abgerutscht, aber gerade das macht sie auch gefährlich. Sie werden um ihre Punkte in Gummersbach kämpfen. Wir müssen diesen Kampf annehmen und mit voller Konzentration dagegen halten, dann bin ich optimistisch, dass wir das Spiel auch gewinnen werden.“

Der HBW Balingen-Weilstetten hat in dieser Saison bereits bewiesen, dass die Mannschaft von Trainer Rolf Brack für Überraschungen gut ist. Mit 39:37 (18:18) gelang ihnen am 16. Spieltag ein sensationeller Erfolg gegen den THW Kiel. Geschäftsführer Axel Geerken bestätigt: „Das war eine beeindruckende Leistung. Wir werden sie am Samstag nicht unterschätzen und lassen uns auch nicht von dem Tabellenstand täuschen.“ Nach der 28:30-Niederlage gegen Dormagen ist der HBW Balingen-Weilstetten auf Tabellenplatz 16 und damit auf den Relegationsplatz der Abstiegsränge gefallen.

Man konnte sich bei den Schwaben nicht daran erinnern, jemals so bedrückte und deprimierende Gesichtsausdrücke gesehen zu haben, wie am vergangenen Samstag nach der bitteren Niederlage gegen den unmittelbaren Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Eigentlich hatte jeder nur den Wunsch, aus dem bösen Traum zu erwachen. Es war aber kein Traum, sondern eine unverrückbare Tatsache. Spätestens ein Blick auf die Tabelle hat jedem die bittere Realität vor Augen geführt. Mit nur noch einem Punkt Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz befinden sich die Schwaben derzeit auf dem Relegationsplatz und die Aufgabe in Gummersbach gibt alles andere als Hoffnung, dass sich daran etwas ändern könnte. Nicht einmal die kühnsten Optimisten glauben an einen Erfolg gegen den VfL Gummersbach. Zu stark hat sich der Altmeister in den letzten Spielen präsentiert.  

Vor allem das Spiel der Oberbergischen beim HSV Hamburg lässt schlimmste Befürchtungen aufkommen. Bekanntlich bevorzugen die Hanseaten eine ähnlich offensive Deckungsvariante wie die Balinger und wie die Gummersbacher diese ein ums andere Mal düpiert haben, war eine absolute Meisterleistung. Egal was der HSV in der eigenen Halle auch versucht hatte, der Altmeister hatte stets die besseren Antworten parat. Selbst als HSV-Trainer Martin Schwalb in der zweiten Hälfte taktische HBW-Spezialitäten einsetzte und versuchte, mit dem siebten Feldspieler der Partie noch eine Wende zu geben, ließen sich Gummersbacher nicht aus dem Konzept bringen. Sie bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Am Ende stand ein hoch verdienter 39:31-Erfolg, der dem HSV eher noch schmeichelte. Gummersbach war den Hamburgern in allen Belangen überlegen.  

„Ich erwarte eine schwere Aufgabe. Denn Balingen-Weilstetten verfügt mit Rolf Brack ebenfalls über einen Trainerfuchs, der sich gegen den VfL einiges einfallen lassen wird. Wir haben allerdings nach den letzten Ergebnissen allen Grund, selbstbewusst in die Partie zu gehen. Die Niederlage gegen Kiel wirft uns nicht um“, sagt Axel Geerken gleichwohl. Trainer Sead Hasanefendic sieht das genauso: „Wir haben Kiel im Pokal geschlagen und in der Liga auswärts den HSV Hamburg besiegt. Wir hätten vergangenen Mittwoch natürlich gerne für die nächste Überraschung gegen Kiel gesorgt, aber Handball-Wunder gibt es leider nur sehr selten. Wir haben bisher beim VfL sehr gute Arbeit geleistet, das wollen wir in der nächsten Zeit auch fortsetzen.“  

In den kommenden vier bis fünf Wochen steht der VfL Gummersbach vor schweren und wichtigen Aufgaben. Nach dem Heimspiel gegen Balingen, tritt der VfL beim TV Großwallstadt an (21. März), empfängt die MT Melsungen (24. März, 20.15 Uhr, Eugen-Haas-Halle) und reist zu den Rhein-Neckar Löwen (31. März). Außerdem kämpfen die Oberbergischen gegen den dänischen Vertreter Tvis Holstebro, um den Einzug ins Halbfinale im Europapokal der Pokalsieger (Hinspiel: 28. März in Holstebro, Rückspiel: 3. April, 15 Uhr, Eugen-Haas-Halle) und beim Final Four in Hamburg, um den Einzug ins DHB-Pokal-Finale (10./11. April).  

Doch zunächst gilt die volle Konzentration dem Heimspiel gegen den HBW Balingen-Weilstetten. Bei einem Sieg würde der VfL Gummersbach – zumindest vorübergehend – auf Platz sechs der Tabelle klettern. Sead Hasanefendic setzt dabei auch wieder auf die Unterstützung der Zuschauer: „Ich freue mich auf die Aufgabe in der Eugen-Haas-Halle. Ich hoffe, dass viele Fans kommen und wieder für eine grandiose Atmosphäre in der Eugen-Haas-Halle sorgen werden.“ Dabei kann Hasanefendic, der glücklicherweise keine verletzungsbedingten Ausfälle im Kader zu beklagen hat, wieder aus dem Vollen schöpfen.

Anders sieht das bei den Gästen aus: Seit Wochenbeginn kommen die Hiobsbotschaften für Trainer Dr. Rolf Brack nahezu stündlich. Nach den beiden Spielmachern und Langzeitverletzten Sandro Catak und Mare Hojc muss der HBW-Coach in den nächsten Wochen erneut auf seinen dritten Playmaker Alexander Oelze verzichten. Der 26-Jährige hat sich in seiner kurzen Zeit beim HBW – er wechselte erst im Dezember von Leichlingen zu den Schwaben – bereits zum zweiten Mal schwer verletzt. Die Verletzung, die er sich im Spiel gegen Dormagen zugezogen hat, stellte sich bei der ärztlichen Untersuchung als Bruch des Schienbeinköpfchens im linken Knie heraus und damit als weit aus schwerwiegender, als zunächst vermutet. Nach ersten Diagnosen geht man davon aus, das „Ali“ Oelze dem HBW wohl mindestens sechs bis acht Wochen fehlen wird.  

Damit aber nicht genug: Auch die Nummer eins auf der Spielmacherposition, Benjamin Herth, klagte nach dem Spiel gegen Dormagen über Schmerzen im Knie und wie sich herausstellte, hat sich der Biberacher einen Meniskuseinriss zugezogen. Herth will aber versuchen, die notwendige Operation mit entsprechender Medikamenten- und physiotherapeutischer Behandlung noch etwas zu verschieben, um der Mannschaft in den nächsten Spielen zu helfen.  

Im Montagstraining hat sich dann Kreisläufer Jens Bürkle eine offene Fleischwunde am Finger zugezogen, die genäht werden musste und so wie es im Moment aussieht, wird auch er zumindest im Spiel  gegen den VfL Gummersbach pausieren müssen. Dass ein heftiger Zusammenprall am Dienstagabend zwischen Rock Feliho und Sascha Ilitsch letztendlich glimpflicher ausging, als es zunächst aussah, hat der geplagte HBW-Coach Dr. Rolf Brack am Mittwoch mit Erleichterung zur Kenntnis genommen. „Solche Vorfälle zeigen, dass die Mannschaft unheimlich motiviert ist und jeder einzelne versucht, alles zu geben. Das Problem ist nur, dass wir es im Spiel nicht umsetzen können“, so der Balinger Coach, der aller Voraussicht nach Junioren-Nationalspieler Felix König nach Gummersbach mitnehmen wird.



Scorers: Pfahl (10), Wagner (7), Vukovic (5), Zrnic (3), Krantz (2), Lützelberger (2), Multhauf (2), Schindler (2), Gunnarsson (1), Rahmel (1) - Feliho (8), Lobedank (4), Ettwein (2), Herth (2), Strobel (2), Bürkle (1), Müller (1), Temelkov (1)
7m: 5/6 - 2/3
2-Minute Penalties: 5/5
to the entire statistics »
 
Further news about Sead Hasanefendic:
15.02.2008: Hasanefendic remains coach of Tunisia
Further news about HBW Balingen-W.:
29.11.2007: Cho stays with Balingen
 
Directly link to this news:
http://www.handball-world.com/news-index.php?LID=&GID=1&auswahl=24689
 
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