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03/12/2010 - Daniel Genings - handball-world.com |
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"Jeder muss sich einbringen" - Lemgo vor dem Spiel gegen Kiel |
 Volker Mudrow erwartet eine "Reaktion auf dem Spielfeld" Photo: TBV Lemgo |
Das letzte Spiel gegen den Lokalrivalen TuS N-Lübbecke ging für den TBV Lemgo verloren, derzeit ist Lemgo, allen Ambitionen zum Trotz, nur Mittelmaß. Mehr noch, der Abstand nach unten zum VfL Gummersbach und dem TV Großwallstadt ist bei je einem Punkt mehr als knapp. Und nun kommt der zuletzt wieder erstarkte THW Kiel. Mit dem „halben Auswärtsspiel“ in Halle/Westfalen verbindet man beim TBV allerdings gerade im Zusmmenhang mit dem THW Gutes: 34:27 siegte Lemgo in der letzten Spielzeit gegen die Nordlichter, die einzige Niederlage der Kieler in der Runde 08/09.
Die Hütte wird voll sein, konnte Volker Zerbe bereits berichten: „Das Spiel ist fast ausverkauft, es sind nur noch gut 400 Karten zu bekommen, deshalb gehen wir davon aus, dass wir am Sonntag „ausverkauft“ melden können.“
„Wir wünschen uns, wenn ähnlich wie im letzten Jahr gegen Kiel, die Stimmung vom Spielfeld auf die Zuschauer überschwappt“, hofft TBV-Geschäftsführer Volker Zerbe auf eine stimmungsvolle Kulisse. „Wir wollen aber am Sonntag mit einer sensationellen, tollen Leistung das Unmögliche möglich machen. Wir müssen eine couragierte Leistung zeigen, nur so können wir dem THW Paroli bieten“, weiß Zerbe.
Dazu allerdings braucht es einer gehörigen Steigerung der Lemgoer. „Im Hinspiel haben wir einen bedingungslosen Kampf in der Abwehr gezeigt“, erinnert Zerbe, „am Sonntag müssen ebenfalls die Abwehr und die Torhüter stehen.“ „Das Spiel gegen Lübbecke sitzt uns natürlich noch im Nacken“, sagte auch Trainer Volker Mudrow, dessen Team bislang nicht in der Liga und nicht im Europapokal überzeugen konnte. Beim Spiel in Lübbecke war es neben der Defensive allerdings auch der Angriff, der nur wenig konstruktives zustande brachte. Das muss sich gegen den THW nun ändern, will man erfolgreich sein. Das vergangene Spiel spielt für Mudrow daher keine Rolle mehr: „Natürlich habe ich mir die DVD vom letztjährigen Erfolg gegen den THW im Gerry-Weber-Stadion angesehen, aber das habe ich schon vor dem Hinspiel getan. Aber es kommt ja nicht alle Tage vor, dass ähnlich wie im letzten Heimspiel gegen Kiel, Omeyer mit einer Roten Karte früh vom Feld geht, Filip Jicha sich verletzt und Nikola Karabatic nicht viel spielt…“
Immerhin, beim Aufeinandertreffen in der laufenden Runde sah der TBV in Kiel allerdings gut aus. „Im Hinspiel gegen Kiel haben wir die beste Leistung in dieser Saison gezeigt und ein Unentschieden geholt. Kiel gehört zu den drei besten Teams der Welt, sie sind Weltklasse besetzt und gehen natürlich als Favorit ins Spiel. Wir müssen eine engagierte Leistung zeigen. Es müssen am Sonntag mehrere Spieler eine top Leistung zeigen. Das erwarte ich“, so Mudrow.
Auch Volker Zerbe richtete klare Worte an die Mannschaft. „Jeder muss sich immer mit einbringen ins Team. Klar kann man gegen Kiel verlieren, das wollen wir aber nicht. Den Europapokalplatz werden wir nicht aus den Augen verlieren, zwar ist das Spiel gegen Kiel nicht entscheidend für einen Europapokalplatz, doch auch dort sind zwei Punkte zu vergeben, und wie wollen diese auf unserer Habenseite zu verbuchen.“ „Die Reaktion muss man auf dem Spielfeld zeigen“, forderte Trainer Mudrow denn auch im Nachgang der Partie gegen den TuS.
Ob das Lemgoer Sorgenkind Michael Kraus gegen Kiel mitspielen kann, ist noch fraglich. „„Michael Kraus hat gestern zum ersten Mal wieder ein wenig am Mannschaftstraining teilgenommen. Ob er spielen kann, wird man dann sehen - und dann muss man noch abwarten, was die Mediziner sagen. Ich würde es mir wünschen, wenn er am Sonntag dabei sein kann. Rolf Hermann wird aller Voraussicht nach auch wieder dabei sein. Dann habe ich natürlich die Qual der Wahl, weil dir dann 15 Spieler haben.“
Mit welcher Strategie Lemgo dem THW Paroli bieten will, ließ Mudrow noch offen, allerdings hat auch der Lemgoer Übungsleiter beobachtet, wie der VfL Gummersbach zuletzt gegen Hamburg und Kiel an die Aufgabe herangegangen ist. „Natürlich kann man eine offene Deckung versuchen“, so Mudrow, „aber dann muss man auch gegen die Freiwürfe von Kiel gewappnet sein. Sicher hatten sie zuerst Probleme mit der offenen Deckung in Gummersbach, aber sobald es einen Freiwurf gab, waren Jicha und Ahlm zur Stelle und deshalb muss man dann auch wissen, wie damit umzugehen ist. Wir müssen die zweite Welle rausnehmen. Jeder muss seinen Job machen, es reicht auch nicht, beim THW nur einen Spieler auszuschalten.“
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| Scorers: Kraus (7), Preiß (6), Kehrmann (4), Hermann (4), Bechtloff (4), Strobel (3), Glandorf (2), Schmetz (1), Ilyes (1) - Andersson (9), Ilic (6), Sprenger (5), Klein (4), Ahlm (3), Narcisse (3) |
7m: - 2/5 2-Minute Penalties: 7/2
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