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Season 2009-2010 | 23.Matchday | 03/12/2010, 19:45
LogoDHC Rheinland - TV GroßwallstadtLogo
23:25 (11:13)
TSV Bayer Sportcenter Dormagen (Spectators: 2326)
Referee: Holger Fleisch, Jürgen Rieber
03/12/2010 - mak
Am Ende wurde es noch einmal knapp: Großwallstadt siegt in Dormagen

Sebastian Linder angelt sich gegen Sverre Jakobsson den Ball
Photo: Heinz J. Zaunbrecher
Der TV Großwallstadt ist wieder in der Erfolgsspur. Mit 25:23 (13:11) setzte sich der TVG in Dormagen durch. Nachdem der TZSV im ersten Durchgang mit einer sehr beweglichen Deckung punkten konnten, reichte den Gästen eine starke Phase direkt nach Wiederanpfiff, in der Großwallstadt eine 4:0 Serie startete und mit diesem Vorsprung Dormagen entscheidend traf. Am Ende ging beim TVG allerdings die Präzision dahin, Dormagen kämpfte sich bis auf zwei Treffer heran, konnte allerdings am Ende nicht mehr den Ausgleich setzen.

Großwallstadt wollte nach der knappen Niederlage gegen die Rhein Neckar Löwen Wiedergutmachung betreiben und trat entsprechend auf. Allerdings setzten auch die Hausherren mit einer starken kämpferischen Vorstellung in ihrer offensiven Abwehr Akzente. Der erste Treffer war ausgerechnet TVG-Abwehrchef Sverre Jakobsson vorbehalten, der im Konter traf. Danach legte Stefan Kneer nach, ehe Tobias Plaz das erste Dormagener Tor erzielen konnte. Plaz schied allerdings nach seinem Treffer verletzt aus, nach ersten Informationen könnte sich Plaz einen Kreuzbandriss zugezogen haben. Ein weiterer Rückschlag für den TSV, der bereits mit dünner Personaldecke auskommen muss. Dormagen kämpfte gleichwohl weiter, verkürzte durch Michiel Lochtenbergh zum 5:6, der Ausgleich fiel allerdings nicht, der TVG blieb tonangebend.

Großwallstadt tat sich schwer, zu klaren Gelegenheiten zu kommen, die Deckung der Wandschneider-Truppe setzte den Gästen gehörig zu. Und so nutzte Dormagen eine Überzahl – Tiedtke saß bereits das zweite Mal draußen – beim 9:9 zum Ausgleich, Maciej Dmytruszynski hatte nach 22 Minuten getroffen. Das Torwart-Duell war bis zu diesem Zeitpunkt ausgeglichen, sowohl Mattias Andersson wie auch Jens Vortmann hielten nicht überragend, aber solide. Nach dem 10:10 (Kristan Nippes) traf Kneer im Doppelpack, allerdings musste zwischenzeitlich auch Jakobsson bereits das zweite Mal auf die Strafbank.

Dass der TVG mit einer Führung in die Pause ging, das hatten die Männer von Trainer Michael Biegler auch Einar Holmgeirsson zu verdanken, der Isländer setzte mit dem Halbzeitpfiff einen Schlagwurf zum 11:13 ins Tor. Nach Wiederanpfiff legte der TVG dann einen Zahn zu, spielte schneller und direkter und vor allem effizienter gegen die Defensive der Gastgeber. Oliver Köhrmann, Holmgeirsson und Michael Spatz im Konter sorgten beim 11:16 bereits für einigen Druck beim TSV. In der Abwehr agierte Großwallstadt nun ebenfalls aggressiver, Andersson nahm Sebastian Linder einen freien Ball und Spatz erhöhte vom Siebenmeterstrich weiter.

Kai Wandschneider musste früh per Auszeit eingreifen, seine Mannschaft konnte nicht an die erste Halbzeit anknüpfen. Aber es lief nicht mehr bei den Dormagenern, die durch Tiedtke das 13:20 (39.) hinnehmen mussten. Tiedtke traf beim 17:24 (51.) nach Pass von Köhrmann auch weiter, allerdings sollte dieser Treffer der fast letzte seiner Mannschaft gewesen sein. Die Fehlerzahl im Angriff stieg beim TVG rasant an, inklusive eines verworfenen Siebenmeters durch Spatz. Während der TVG nun im Angriff nichts mehr hinbekam, witterte Dormagen noch einmal Morgenluft.

Dreimal war es Spyros Balomenos, dann Linder, dann Bobby Schagen – während der TVG erstarrt schien, war Dormagen beim 22:24 in der 58. noch einmal dran. Erst Stefan Kneer mit seinem fünften Treffer sorgte zwei Minuten vor Schluß für das Ende der Großwallstädter Blockade und sorgte damit auch gleich für den entscheidenden Treffer. Dass es am Ende allerdings noch einmal spannend wurde, das hatte sich der TVG selbst zuzuschreiben, die starke Phase nach Wiederanpfiff sollte allerdings letztlich reichen, um das Spiel zu gewinnen.

Stimmen zum Spiel:

Michael Biegler (Trainer TV Grosswallstadt): Wir hatten beobachtet, dass der TSV Dormagen in Balingen gewinnen konnte. Mir war klar, wie die Reaktion dieser Mannschaft zuhause aussehen würde und dass so ein Sieg Kräfte freisetzen würde, wir mussten 60 Minuten mit allem rechnen. Dormagen hatte nichts zu verlieren. Wenn man dann nicht konsequent deckt, wird es schwer. In der ersten Halbzeit haben wir das leider nicht so umgesetzt, wie wir es uns vorgenommen hatten. Dennoch haben wir das Spiel nicht aus der Hand gegeben. Das war ganz wichtig. Die Mannschaft hat in der Kabine verstanden, in welchen Punkten wir zulegen müssen und hat das auch umgesetzt. In der zweiten Halbzeit hatten wir das Spiel dann sehr deutlich im Griff. Ich bin sehr froh, dass wir diese stabile Phase zu Beginn der zweiten Halbzeit hatten, und dass wir das Spiel ernst genommen haben. Wir freuen uns über die zwei Punkte. Aber wir müssen noch daran arbeiten, dass wir unsere taktischen Vorgaben noch länger durchhalten können. Man hat auch heute wieder teilweise gesehen, wie gut wir spielen können und wie gut die Mannschaft harmoniert.  

Kai Wandschneider (Trainer TSV Dormagen): Glückwunsch an Michael Biegler und den TVG. Ich muss meiner Mannschaft ein Riesen-Kompliment machen. Sie hat unglaublich gefightet. Der Sieg in Balingen hat sehr viel positive Energie gebracht. Wir haben die erste Halbzeit sehr ausgeglichen gestalten können. Es war zur Pause noch alles drin. Dann sind wir aber schlecht aus der Kabine gekommen und hatten in den ersten 8-9 Minuten der zweiten Halbzeit große Probleme, gegen die bärenstarke TVG-Abwehr zu Toren zu kommen. Aber die Mannschaft hat sich auch danach nicht aufgegeben. Wir konnten nochmal zusetzen, auch weil der TVG nach der Sechs-Tore-Führung in der Konzentration ein bisschen nachgelassen hat. Unser tolles Publikum hat das gemerkt und uns sensationell unterstützt. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis und mit der Art und Weise, wie wir aufgetreten sind. Die Verletzung von Tobias Plaz war ein großer Schock für uns. Ich mache mir große Sorgen um unsere nähere Zukunft, da uns nun ein weiterer Stammspieler ausfällt.



Scorers: Linder (5), Wisotzki (3), Dmytruszynski (3), Balomenos (3), Nippes (3), Lochtenbergh (2), Schagen (2), Plaz (1), Wittig (1) - Kneer (5), Kunz (3), Tiedtke (3), Spatz (3), Holmgeirsson (3), Köhrmann (3), Weinhold (2), Szücs (2), Jakobsson (1)
7m: 1/1 - 4/2
2-Minute Penalties: 1/5
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Further news about DHC Rheinland:
06.09.2005: Dormagen hires Hungarian international
 
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