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Season 2009-2010 | 23.Matchday | 03/13/2010, 19:00
LogoVfL Gummersbach - HBW Balingen-W.Logo
35:22 (18:10)
Eugen-Haas-Sporthalle Gummersbach (Spectators: 1960)
Referee: Matthias Brauer, Kay Holm
03/13/2010 - cie
Gummersbach gibt sich gegen Balingen keine Blöße

Adrian Pfahl erzielte zehn Treffer
Photo: fotograf-kiel.de
Überraschend ungefährdet setzte sich der VfL Gummersbach am Samstag in der Liga gegen Balingen/Weilstetten durch. Bereits zum Seitenwechsel führten die Gastgeber vor 1.960 Zuschauern mit 18:10, siegte am Ende auch in der Höhe verdient mit 35:22. Adrian Pfahl war mit zehn Feldtreffern gegen den Verein, zu dem er eigentlich hatte wechseln wollen, bester Werfer der Gummersbacher, bei Balingen sorgten lediglich Feliho und Lobedank für Torgefahr gegen den erneut überragenden Goran Stojanovic. Balingen verbleibt damit auf Relegationsplatz sechzehn, Gummersbach festigt hingegen den sechsten Platz und bleibt auf Kurs internationaler Wettbewerb.

Der VfL Gummersbach erwischte einen Start nach Maß in die Begegnung gegen Balingen-Weilstetten. Von der ersten Minute konzentriert zu Werke ging der Favorit, dessen Führungstreffer von Lobedank, Feliho und wieder Lobedank allerdings zunächst ausgeglichen worden. Für die Gäste schien beim Stand von 3:3 in der siebten Minute angesichts einer überstanden Unterzahlsituation und eines ersten vergebenen Siebenmeters der Hausherren die erste Angriffswucht überstanden, doch dies war nicht der Fall. Gummersbach fand nun ins Spiel, bei Balingen schlichen sich unterdessen Fehler ein, fast zehn Minuten blieb der Außenseiter ohne Treffer, auch dank des starken Goran Stojanovic im Tor des VfL.

Rolf Brack nahm eine frühe Auszeit, 7:3 stand es zu diesem Zeitpunkt in der dreizehnten Minute der Begegnung. Gummersbach hielt das Heft dabei fest in der Hand, die Deckung stand sicher, Stojanovic ließ immer wieder sein Können aufblitzen und in der Offensive setzte Adrian Pfahl immer wieder sehenswerte Treffer. Ein Doppelschlag von Vedran Zrnic hatte das 5:3 gebracht, danach überstand Gummersbach eine Unterzahlsituation und Stojanovic parierte einen Siebenmeter. Dies nährte den Lauf der Hausherren, Pfahl traf, Wagner versenkte zwei Strafwürfe - einer davon brachte direkt nach der Auszeit Bracks das 8:3. Lobedank traf auf der Gegenseite, dennoch, die Vorentscheidung schien bereits gefallen.

Gummersbach beherrschte das Geschehen und trumpfte souverän auf. Ein Beispiel für das Selbstvertrauen des VfL war dabei das 12:5 in der zwanzigsten Minuten als Krantz eine Kempavorlage von Zrnic nutzte. Und die Mannschaft von Sead Hasanefendic legte zur Freide der Zuschauer nach, führte beim 14:6 bereits mit acht Toren. Brack versuchte es früh mit einem siebten Feldspieler - nicht immer mit dem erhofften Erfolg. Wagner konnte so, als Ettwein es nicht mehr zum Wechsel schaffte, gegen den Feldspieler einnetzen, Gunnarsson traf gar ins leere Tor. Die Krönung seiner guten Leistung mit einem eigenen Tor verpasste Goran Stojanovic unterdessen knapp, als sein Wurf auf das leere Gehäuse des Gegners an den Pfosten klatschte. Erste Unkonzentriertheiten im Spiel der Hausherren schien Balingen aber zu nutzen, verkürzte den Abstand auf fünf Tore. Hasanefendic reagierte mit einer Auszeit und konnte sich nach einem lupenreinen Hattrick von Drago Vukovic wieder entspannt zurücklehnen. Mit einem sehenswerten Dreher von Zrnic fand die erste Halbzeit dann einen würdigen Abschluß.

Mit einem 18:10 kamen die Teams aus den Kabinen und in der Pause schien Hasanefendic seine Warnung aus der Auszeit weiter konzentriert die Entscheidung zu suchen, noch einmal erneuert zu haben. Als Balingen nach vier Minuten der erste Treffer im zweiten Abschnitt gelang, war die Führung nach einem Doppelschlag von Pfahl bereits in den zweistelligen Bereich angewachsen. Damit nicht genug, spätestens als Lützelberger in der 43. Minute in Überzahl einen Gegenstoß zum 25:12 abschloß war die Entscheidung endgültig gefallen. Feliho und Lobedank hielten das Ergebnis für Balingen zumindest noch etwas freundlicher und sorgten dafür, dass die Toranzahl der Gäste am Ende die Zwanziger-Marke noch durchbrach. Am deutlichen Erfolg der Hausherren änderte dies aber nichts, angeführt vom umsichtigen Krantz auf der Spielmacherposition, der vor allem den treffsicheren Pfahl weiterhin immer wieder in Wurfposition brachte, hielt Gummersbach die Führung und siegte auch in der Höhe verdient mit 35:22 - Erfolgserlebnisse gab es dabei auch für die Youngster Ole Rahmel und Mark Multhauf, die sich in die Torschützenliste eintrugen.



Stimmen zum Spiel (PM VfL Gummersbach):

Dr. Rolf Brack, Trainer HBW Balingen:
Glückwunsch, an meinen alten Freund Sead Hasanefendic und Kompliment für das, was hier gelungen ist: Letztes Jahr spielten hier Ilic und Alvanos – und wir haben das Spiel in der Kölnarena nur knapp verloren. Heute hat Gummersbach exzellent gespielt, wir haben entscheidende Dinge taktisch nicht umgesetzt, haben nur sechs Paraden, aber 22 Fehlwürfe. Da kann ich mit dem Ergebnis leben, es hätte noch schlimmer laufen können. Es war sogar unsere höchste Saison-Niederlage.

Sead Hasanefendic, VfL Gummersbach:
Ich bin sehr zufrieden und das sage ich eigentlich nicht häufig, weil es immer etwas zu verbessern gibt. Wir haben zuerst 6:0 gedeckt, allerdings in einer offensiven Variante, haben kompakt gespielt, dann schnelle Vorwärtsaktionen gehabt. Balingen spielt eine unangenehme Verteidigung, sie haben schon große Mannschaften geschlagen, darunter auch den THW Kiel. Wir haben unsere spielerischen Mittel genutzt, die spielstarke Aufstellung mit Pfahl, Krantz und Vukovic hat Wirkung gezeigt. So konnten wir auch die jungen Spieler integrieren. 13 Tore gegen Balingen muss man erst einmal vorlegen, ich bin froh, dass es so gelaufen ist. Vor uns liegen harte Wochen, kommenden Sonntag geht es in Großwallstadt weiter und dann kommen auch bald die Europacup-Spiele.

Adrian Pfahl:
Wir haben heute sehr gut gespielt. So einen deutlichen Sieg haben wir schon lange nicht mehr eingefahren, gegen Wetzlar war es ja ein Arbeitssieg. Wir haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben, nämlich aus einer stabilen Abwehr heraus vorne unsere Tore zu machen. Wir haben heute Balingen nie ins Spiel kommen lassen.

Adrian Wagner:
Wir sind sehr zufrieden mit dem Spiel heute. Adrian Pfahl und Goran Stojanovic waren heute überragend. Balingen war ein sehr unbequemer Gegner, aber wir hatten heute immer eine Lösung parat. Mit dieser Leistung können wir optimistisch in die nächsten Wochen gehen.



Scorers: Pfahl (10), Wagner (7), Vukovic (5), Zrnic (3), Krantz (2), Lützelberger (2), Multhauf (2), Schindler (2), Gunnarsson (1), Rahmel (1) - Feliho (8), Lobedank (4), Ettwein (2), Herth (2), Strobel (2), Bürkle (1), Müller (1), Temelkov (1)
7m: 5/6 - 2/3
2-Minute Penalties: 5/5
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