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#Handball: Michael Kraus und der Wechsel zum HSV Hamburg: Morgen um 18 Uhr folgt endgültig die Unterschrift. »http://is.gd/dMeuA

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Season 2009-2010 | 19.Matchday | 03/14/2010, 15:00
LogoMT Melsungen - HSV HamburgLogo
28:35 (15:15)
Rothenbachhalle Kassel (Messe) (Spectators: 4300)
Referee: Ronny Dedens, Nico Geckert
03/14/2010 - Christian Ciemalla - handball-world.com
Melsungen hält gegen den HSV 35 Minuten mit

Zum Jubiläum gab es einen Sieg in Melsungen: Martin Schwalb
Photo: Michael Heuberger
Bis zum 20:20 kurz nach dem Seitenwechsel hielt die MT Melsungen die Partie gegen den HSV Hamburg offen, dieser profitierte dann allerdings von der Einwechslung frischer Akteure von der Bank, während bei den Hausherren sichtlich die Kräfte nachließen. Der Favorit feierte nach einer arbeitsreichen ersten Halbzeit am Ende mit dem 35:28 (15:16) den erwartet ungefährdeten Sieg - auch dank zehn Treffern von Hans Lindberg und einem starken Per Sandström zwischen den Pfosten. Melsungen vergab zu viele Chancen und machte in der zweiten Halbzeit zu viele Fehler, je sieben Treffer von Vasilakis und Vuckovic konnten die Niederlage so nicht verhindern. Der HSV behauptete so die Tabellenführung, hat allerdings weiterhin einen Minuspunkt mehr als der THW Kiel, Melsungen verbleibt auf dem zwölften Platz.

Die mit 4.300 Zuschauern ausverkaufte Rothenbach-Halle in Kassel war der passende Rahmen für gleich zwei Jubiläen beim HSV Hamburg: Martin Schwalb absolvierte als Trainer der Gäste sein 150. Ligaspiel und Torsten Jansen zog das 200. Mal in der Liga das Trikot des HSV über. Mit einer ruhigen Jubiläumsparty wurde es aber zunächst nichts, Guillaume Gille brachte die Hanseaten zwar mit dem ersten Treffer der Partie in Front, nach einem Doppelschlag von Schöngarth, der nach der guten Partie gegen die Löwen erneut beginnen durfte, und Vuckovic führte aber die Hausherren in der vierten Minute und bei Kiel saß Guillaume Gille bereits die erste Strafzeit der Begegnung ab. Die Melsunger 6:0-Deckung stand gut, zeigte sich zumeist beweglich und als Kelentric im bedrohten Eck war und Vuckovic einen Strafwurf mit einem Heber gegen Bitter verwandelte, schien das Selbstvertrauen der Gastgeber förmlich greifbar.

Der HSV zeigte sich von dem frechen Auftritt der Hausherren aber unbeeindruckt, arbeitete in Ruhe weiter und kam nach zehn Minuten dann auch besser in die Partie. Vori holte zunächst einen Strafwurf heraus, traf dann selbst zum 6:6 Ausgleich. Bei diesem fing sich Melsungen zudem noch eine Strafzeit ein und die folgende Überzahl nutzte Hans Lindberg, um einen druckvoll vorgetragenen Angriff des Favoriten zur zweiten Hamburger Führung einzunetzen. Melsungen geriet allerdings nicht aus dem Tritt, auch weil die Hamburger Deckung oftmals zu passiv agierte - Vuckovic warf die Hausherren beim 9:8 nach einer Viertelstunde wieder in Führung. In der Folge legte aber wieder der HSV vor, auf mehr als zwei Tore kam der Favorit aber nicht davon und ein Treffer von Klitgaard sowie ein vom eingewechselten Lechte parierter Siebenmeter sorgten für einen 15:15-Pausenstand.

Nach dem Seitenwechsel nährte Alexandros Vasilakis mit einem Treffer aus der Distanz die Hoffnungen der heimischen Fans auf eine Sensation. Vasilakis und Tellander erhöhten wenig später den Abstand beim 18:16 in den temporeichen ersten Minuten des zweiten Abschnitts sogar auf zwei Tore. Der HSV hatte aber eine passende Antwort parat, Duvnjak war gekommen und sorgte für frischen Angriffsschwung, Krzystof Lijewski sorgte für den Ausgleich und Torsten Jansen brachte die Gäste wenig später dann beim 20:19 wieder in Vorlage. Vasilakis gelang noch einmal der Ausgleich, doch Melsungen zeigte sich in der Folge nicht mehr so geduldig wie zuvor. Die aus den zu unvorbereiteten Würfen und zunehmenden Fehlern resultierenden Ballverluste nutzte der HSV nun zu einfachen Treffern - wie beim Steal von Jansen der das 21:20 von Lindberg vorbereitete, das 22:20 setzte Krzystof Lijewski und das 23:20 legte Jansen im Gegenstoß nach. Für den notwendigen Rückhalt sorgte dabei auch Per Sandström, gemeinsam mit Pascal Hens und Domagoj Duvnjak stachen die Hamburger Trümpfe von der Bank.

Bei Melsungen waren die personellen Alternativen limitiert, Dimitrios Tzimourtos traf und nährte die Hoffnungen der Gastgeber auf ein Ende der Schwächephase. Der Grieche spielte in der heutigen Partie von Beginn an, sein Landsmann Savas Karipidis hatte die Nacht bei seiner schwangeren Frau im Krankenhaus verbracht, war sozusagen auf Abruf, weil er minütlich einen Anruf erwartete. Aber Melsungen ließ zu viele Chancen liegen, um noch einmal entscheidend aufzukommen, die nachlassenden Kräfte ließen zudem die Fehlerzahl weiter steigern. Ein weiterer Fehlpass und das 26:21 von Jubilar Jansen bedeuteten eine Viertelstunde vor Spielende bereits die Vorentscheidung. Hamburg spielte seine Klasse nun souverän aus, zog auf 28:21 davon und siegte am Ende auch in der Höhe verdient mit 35:28.



Stimmen zum Spiel (PM HSV):

Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg):
Ich glaube, wir haben heute ein sehr intensives und attraktives Spiel gesehen. Beide Mannschaften waren mit viel Engagement bei der Sache. Bis in die zweite Hälfte hinein hatten beide Seiten ihre Chancen auf die zwei Punkte. Ich freue mich darüber, dass wir in der Folge über unsere Ballsicherheit den Vorsprung heraus werfen und die entscheidenden Aktionen für uns verbuchen konnten. Wir haben dadurch zwei schwere Auswärtspunkte gewonnen.

Ryan Zinglersen (Trainer MT Melsungen):
Wir haben es nicht geschafft, unser Konzept aus der ersten Halbzeit durchzuziehen. Das ist etwas schade, obwohl ich nicht weiß, ob mehr drin gewesen wäre. Wir haben durch persönliche Ballverluste nach der Pause unser Spiel selbst kaputt gemacht. Und der HSV hat das durch seine Tempogegenstöße gut bestraft.

Hans Lindberg (Rechtsaußen HSV Hamburg):
Wir haben vor und nach der Pause gut gearbeitet. Melsungen hat keine schlechte Mannschaft, sodass es bis zur Pause ein enges Spiel war und sich unsere Arbeit erst in der zweiten Halbzeit auch im Ergebnis ausgedrückt hat. Aber wir haben über 60 Minuten wirklich konzentriert gespielt und deshalb auch zu Recht gewonnen.

Pascal Hens (Kapitän HSV Hamburg):
Man muss mal von dem Gedanke weg kommen, dass wir immer schon zur Pause mit fünf, sechs Toren führen müssen. Mit unserer breiten Bank können wir unser Spiel bis zum Ende durchziehen, und das ist entscheidend. Melsungen hat gut gekämpft und das Spiel offen gehalten. Nach der Pause haben wir uns gute Möglichkeiten erspielt.



Scorers: Vuckovic (7), Vasilakis (7), Tellander (3), Klitgaard (3), Junillon (3), Schöngarth (3), Tzimourtos (2) - Lindberg (10), Lijewski (8), Jansen (3), Lackovic (3), Vori (3), Hens (2), Flohr (2), Lijewski (2), Gille (1), Duvnjak (1)
7m: 2/2 - 4/5
2-Minute Penalties: 4/2
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Further news about Martin Schwalb:
30.12.2007: Bundesliga before the break: The North on top
15.12.2007: Hamburg and Flensburg are leading the Bundesliga - Heavy Set-Back for Essen
13.12.2007: "We Want to Grab Some Titles" - Gille-Brothers Extend Contracts with Hamburg
Further news about MT Melsungen:
22.09.2009: Karipidis probably out of action for two months
12.06.2009: Melsungen with goalkeeper trio into new season - Lechte joins team
14.01.2008: Pawel Orzlowski strengthens Melsungens Defense
 
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http://www.handball-world.com/news-index.php?LID=&GID=1&auswahl=24720
 
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